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Designest: AI Home Design

Haus & Garten

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Entwickler
Astronex
Veröffentlicht
15.05.2026
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Designest: AI Home Design screenshot
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Wer eine Wohnung renoviert oder ein Haus gedanklich neu plant, kennt das Problem: Eine Idee wirkt im Kopf überzeugend, bis man versucht, sie auf Papier zu bringen. Designest: AI Home Design setzt genau an diesem ersten, oft mühsamen Schritt an. Die App von Astronex gehört in den Bereich Haus & Garten und verspricht keine fertige Bauplanung, sondern einen schnellen visuellen Einstieg in Hausideen, Grundrisse und Renovierungsrichtungen.

Ich sehe den größten Wert deshalb nicht darin, dass die Anwendung einen professionellen Architekten ersetzt. Interessanter ist, wie sie aus einer vagen Vorstellung eine besprechbare Idee machen kann. Statt nur zu sagen „Ich möchte eine hellere Küche mit mehr Stauraum“, bekommt man eine visuelle Richtung, über die sich leichter sprechen und entscheiden lässt. Genau diese Übersetzung von Wunsch zu Bild ist die Fähigkeit, auf die ich mich in diesem Test konzentriere.

Die App ist kostenlos erhältlich, enthält aber optionale Käufe über Google Play im Bereich von 4,99 € bis 14,99 €. Sie ist ab USK 0 freigegeben, läuft ab Android 8.0 und liegt aktuell in Version 1.2.0 vor. Mit über 100.000 Installationen hat sie außerdem bereits eine sichtbare Nutzerbasis. Das macht sie vor allem für Menschen interessant, die vor einer Renovierung erst einmal ausprobieren möchten, ob eine Richtung überhaupt zu ihrem Alltag passt.

Die eigentliche Stärke: aus Wohnideen werden Bilder

Warum diese Fähigkeit im Alltag mehr bringt als schöne Inspiration

Viele klassische Wohn-Apps funktionieren wie Kataloge. Man sucht nach Küchen, Wohnzimmern oder Fassaden und sammelt Bilder, die einem gefallen. Das hilft beim Stil, beantwortet aber nicht unbedingt die persönliche Frage: Wie könnte meine eigene Situation aussehen? Eine KI-gestützte Planung kann hier einen Schritt weitergehen, weil sie nicht nur fertige Beispiele zeigt, sondern eine konkrete Vorstellung in eine visuelle Skizze oder Gestaltungsidee überführt.

Das klingt zunächst nach einem kleinen Unterschied, ist in der Praxis aber entscheidend. Ein gespeichertes Foto einer offenen Küche zeigt mir, dass mir offene Küchen gefallen. Eine auf meine Beschreibung zugeschnittene Idee kann mir dagegen helfen, über Laufwege, Licht, Stauraum und die Verbindung zum Essbereich nachzudenken. Der praktische Nutzen liegt weniger im perfekten Endbild als in den besseren Fragen, die danach entstehen.

Bei Designest würde ich die KI daher als Ideenbeschleuniger verstehen. Sie nimmt mir nicht jede Entscheidung ab, aber sie verkürzt die Strecke zwischen „Vielleicht sollte die Wand weg“ und „So könnte der Raum danach wirken“. Gerade bei größeren Projekten ist dieser Zwischenschritt wertvoll, weil man Fehler in der Vorstellung früher erkennt, bevor man Geld für Material oder Handwerker ausgibt.

Grundriss und Renovierung nicht isoliert betrachten

Ein weiterer sinnvoller Ansatz ist die Verbindung mehrerer Ebenen: Hausplanung, Grundrissideen und Renovierung. In vielen Anwendungen bleibt man entweder bei der Dekoration oder bei technischen Linienplänen. Designest richtet sich dagegen an den Moment, in dem beides noch zusammengehört. Ich kann mir zuerst überlegen, wie Räume angeordnet sein sollen, und anschließend prüfen, welche Atmosphäre oder Einrichtung dazu passt.

Das ist besonders hilfreich, wenn ein Raum mehrere Aufgaben erfüllen muss. Ein kleines Zimmer soll vielleicht gleichzeitig Arbeitsbereich, Gästezimmer und Stauraum sein. Ein einzelnes Inspirationsbild löst diesen Konflikt nicht. Eine KI-Idee kann jedoch verschiedene Anordnungen sichtbar machen: Schreibtisch am Fenster, Schlafplatz an der Innenwand, Schrank als Raumteiler oder ein offenerer Aufbau. Ob das Ergebnis technisch umsetzbar ist, muss später geprüft werden; für die erste Abwägung ist die Visualisierung trotzdem nützlich.

Ich würde die Funktion auch bei Renovierungen einsetzen, die emotional schwer einzuschätzen sind. Eine Wandfarbe, ein anderer Boden oder eine neue Küchenfront wirken auf Musterkarten oft anders als im gesamten Raum. Eine digitale Variante gibt mir zumindest eine Richtung. Das ersetzt kein echtes Farbmuster bei Tageslicht, verhindert aber, dass ich ausschließlich nach Einzelteilen entscheide.

So würde ich mit der App arbeiten

Mit einem klaren Problem beginnen

Der beste Einstieg ist nicht „Zeig mir ein schönes Haus“, sondern eine konkrete Aufgabe. Ich würde zuerst festhalten, was mich am vorhandenen Raum stört: zu wenig Stauraum, ein dunkler Durchgang, eine unpraktische Türposition oder ein Wohnzimmer ohne klaren Essbereich. Danach würde ich nur wenige Prioritäten ergänzen. Wenn ich gleichzeitig Stil, Budget, Material, Licht, Möbel, Raumaufteilung und Außenansicht festlege, wird die Idee schnell beliebig.

Ein brauchbarer Arbeitsablauf beginnt deshalb mit einer Hauptfrage. Bei einer Küche könnte sie lauten: Wie lässt sich mehr Arbeitsfläche schaffen, ohne den Weg zum Esstisch zu blockieren? Erst danach kommen Stilwünsche wie ruhig, warm, modern oder natürlich hinzu. Dieser Unterschied ist wichtig, weil ein Bild sonst zwar attraktiv aussehen kann, aber keine echte Entscheidung unterstützt.

Ich würde außerdem zwischen Muss- und Kann-Wünschen unterscheiden. Ein Fenster, eine tragende Wand oder ein vorhandener Wasseranschluss sind keine dekorativen Details. Sie begrenzen die Planung. Ein bestimmter Holzton oder eine offene Ablage ist dagegen veränderbar. Wer diese Ebenen vermischt, läuft Gefahr, sich von einer schönen, aber unbrauchbaren Darstellung leiten zu lassen.

Varianten vergleichen statt die erste Idee zu übernehmen

Die erste generierte Richtung sollte für mich nie automatisch die beste sein. Der sinnvollere Einsatz besteht darin, zwei oder drei gegensätzliche Ansätze zu prüfen. Bei einem Wohnzimmer könnte ich eine Variante mit klar getrennten Zonen einer offenen, luftigen Lösung gegenüberstellen. Bei einem kleinen Bad wäre der Vergleich zwischen maximalem Stauraum und möglichst freier Bodenfläche interessant.

Der Vorteil dieser Methode liegt nicht nur in der Auswahl. Beim direkten Vergleich merke ich oft, welche Priorität mir tatsächlich wichtig ist. Vielleicht gefällt mir die offene Variante besser, aber ich vermisse geschlossenen Stauraum. Dann ist die nächste Idee gezielter: weniger Möbel auf dem Boden, dafür ein hoher Schrank an einer bestimmten Wand. So wird die KI nicht zum Zufallsgenerator, sondern zu einem Werkzeug für schrittweise Entscheidungen.

Ein praktischer Tipp ist, jede Variante mit einer kurzen Notiz zu versehen: Was funktioniert, was stört, was muss unverändert bleiben? Diese Notizen gehören nicht zur Gestaltung selbst, helfen aber beim späteren Gespräch mit Partnern, Familie oder Fachleuten. Besonders bei gemeinsamen Projekten verhindert das, dass man nur über Geschmack diskutiert. Man kann stattdessen auf konkrete Unterschiede zeigen.

Die Ergebnisse als Gesprächsgrundlage nutzen

Die App ist am stärksten, wenn mehrere Personen unterschiedliche Vorstellungen haben. In meinem Alltagsszenario stelle ich mir ein Paar vor, das ein älteres Wohnzimmer renovieren möchte. Eine Person wünscht sich mehr Offenheit, die andere fürchtet, dass dadurch Stauraum und Gemütlichkeit verloren gehen. Mit Designest lassen sich beide Richtungen zunächst sichtbar machen, ohne sofort Möbel zu kaufen oder einen Umbau zu beauftragen.

Das Bild entscheidet den Streit nicht automatisch. Es macht aber sichtbar, worüber eigentlich gesprochen wird. Vielleicht geht es gar nicht um „modern gegen gemütlich“, sondern um die Frage, ob der Fernseher den Mittelpunkt bilden soll oder ob eine Leseecke wichtiger ist. Diese Konkretisierung ist für mich ein unterschätzter Nutzen von KI-Design-Apps.

Für Handwerker oder Architekten würde ich die Ergebnisse nur als frühe Orientierung weitergeben. Ein generiertes Konzept kann Stil, gewünschte Atmosphäre und grobe Raumidee vermitteln. Es sollte jedoch nicht als exakter Bauplan verstanden werden. Maße, Statik, Leitungen, Brandschutz und örtliche Vorschriften bleiben Aufgaben, die eine kreative App nicht zuverlässig ersetzt.

Das beste Einsatzgebiet ist die frühe Renovierungsphase

Wenn noch nichts feststeht, aber Entscheidungen näher rücken

Am meisten gewinnt meiner Einschätzung nach, wer sich zwischen mehreren Renovierungsrichtungen befindet. In dieser Phase sind klassische Alternativen oft umständlich. Ein Moodboard sammelt zwar Farben und Möbel, zeigt aber selten den eigenen Raum als Ganzes. Ein professioneller Entwurf ist genauer, kostet jedoch Zeit und ist für eine erste Idee möglicherweise überdimensioniert. Designest sitzt dazwischen: schneller als eine vollständige Planung und persönlicher als eine allgemeine Bildergalerie.

Ein realistisches Beispiel wäre eine Wohnung, in der der Eingangsbereich direkt in den Wohnraum führt. Ich möchte mehr Ordnung, aber keinen engen Flur schaffen. Mit mehreren Gestaltungsideen könnte ich testen, ob eine halbhohe Trennung, eine durchgehende Stauraumwand oder eine bewusst offene Lösung besser wirkt. Danach weiß ich nicht automatisch, welche Variante baulich möglich ist. Ich weiß aber genauer, welche Fragen ich an einen Fachbetrieb stellen sollte.

Auch für den Kauf einer Immobilie kann dieser Ansatz hilfreich sein. Wenn mir ein Grundriss grundsätzlich gefällt, kann ich gedanklich prüfen, ob die Räume zu meinen Gewohnheiten passen. Wo stehen Esstisch und Sofa? Gibt es einen sinnvollen Platz für Hausaufgaben oder Homeoffice? Reicht die Stauraumidee für Sportgeräte, Kinderwagen oder Haushaltsvorräte? Solche Fragen sind wichtiger als ein bloßer Eindruck von „schön“ oder „nicht schön“.

Für Mieter mit vorsichtigen Veränderungsplänen

Mieter können ebenfalls profitieren, solange sie die App für reversible Ideen verwenden. Eine neue Möblierung, eine andere Lichtstimmung, textile Raumteiler oder eine bessere Zonierung lassen sich meist leichter umsetzen als bauliche Eingriffe. Wer nur nach einer Inspiration für das eigene Wohnzimmer sucht, kann damit schneller zu einer brauchbaren Richtung kommen als durch endloses Scrollen in Einrichtungskatalogen.

Bei Mietwohnungen würde ich allerdings besonders darauf achten, zwischen optischer Veränderung und baulichem Umbau zu unterscheiden. Eine Darstellung mit neuer Wandöffnung oder versetzter Küche darf nicht als Zusage verstanden werden, dass der Vermieter zustimmt oder die Installation möglich ist. Der Wert liegt hier in der Vorstellung: Wie könnte der Raum mit den vorhandenen Grenzen besser funktionieren?

Auch für Neubauideen, aber nicht für die technische Ausführung

Wer ein Haus plant, kann Designest nutzen, um Bedürfnisse früh zu sortieren. Soll der Wohnbereich zur Terrasse orientiert sein? Braucht die Familie einen ruhigen Arbeitsraum? Ist ein Hauswirtschaftsraum wichtiger als ein größeres Gästezimmer? Solche Fragen lassen sich anhand von Grundrissideen leichter besprechen als in abstrakten Sätzen.

Die Grenze ist klar: Für eine genehmigungsfähige Planung, exakte Maße oder eine belastbare Kostenberechnung würde ich eine professionelle Lösung bevorzugen. Eine App kann den kreativen Start vereinfachen, aber sie trägt nicht die Verantwortung für die Ausführung. Wer diesen Unterschied akzeptiert, nutzt die Anwendung sinnvoll und erwartet nicht zu viel.

Wo die Bequemlichkeit ihren Preis hat

Ein überzeugendes Bild ist noch kein realistischer Plan

Die größte Schwäche solcher KI-gestützten Entwürfe ist die mögliche Lücke zwischen Wirkung und Machbarkeit. Ein Raum kann auf dem Bildschirm großzügig aussehen, obwohl die dargestellten Möbel in Wirklichkeit zu viel Platz beanspruchen. Türen, Heizkörper, Steckdosen oder Fenster lassen sich in einer kreativen Darstellung leicht unterschätzen. Deshalb würde ich jedes Ergebnis mit einem Zollstock, dem echten Grundriss und den vorhandenen Anschlüssen abgleichen.

Besonders bei Grundrissen ist Vorsicht nötig. Eine visuell logische Raumaufteilung kann im Alltag an fehlenden Laufwegen scheitern. Zwischen Küchenzeile und Tisch braucht man Bewegungsfläche, Schranktüren müssen sich öffnen lassen, und ein schöner Durchgang darf nicht zum Engpass werden. Die App hilft beim Denken in Varianten, aber die letzte Prüfung muss auf realen Maßen beruhen.

Auch Materialien können auf einem generierten Bild anders wirken als im Geschäft. Holz, Stein, Metall und Textilien hängen stark von Licht, Oberfläche und Umgebung ab. Ich würde eine Idee daher als Stilrichtung speichern und anschließend echte Muster ansehen. Wer direkt nach dem Bild bestellt, geht ein unnötiges Risiko ein.

Die Qualität hängt von der Beschreibung ab

Eine weitere Reibung entsteht, wenn die eigene Vorstellung zu ungenau ist. „Modern und gemütlich“ kann vieles bedeuten. Meiner Erfahrung nach führt eine bessere Beschreibung nicht unbedingt zu mehr Text, sondern zu klareren Prioritäten: warme oder kühle Wirkung, offene oder geschlossene Aufbewahrung, ruhige oder kontrastreiche Farben, gemeinsamer Mittelpunkt oder getrennte Bereiche.

Ich würde außerdem immer die unveränderlichen Elemente nennen, bevor ich über Stil spreche. Ein kleines Fenster, eine schräge Wand oder ein Zugang zum Balkon beeinflussen die Planung stärker als die gewünschte Farbe. Werden diese Bedingungen nicht berücksichtigt, kann das Ergebnis zwar inspirierend sein, aber an der eigentlichen Aufgabe vorbeigehen.

Das bedeutet auch, dass Designest nicht für jeden gleich bequem sein dürfte. Wer bereits genaue CAD-Pläne, präzise Maße und professionelle Visualisierungssoftware nutzt, wird in der App wahrscheinlich eher ein schnelles Ideenwerkzeug als eine vollständige Arbeitsumgebung sehen. Für technische Präzision ist eine spezialisierte Lösung die bessere Wahl.

Kostenlose Nutzung und optionale Käufe abwägen

Der Einstieg ist kostenlos, was das Ausprobieren erleichtert. Gleichzeitig gibt es In-App-Käufe über Google Play zwischen 4,99 € und 14,99 €. Für mich ist deshalb entscheidend, ob ich nur eine einzelne Renovierungsidee prüfen oder regelmäßig Varianten entwickeln möchte. Bei einem einmaligen Projekt würde ich zunächst testen, wie weit die kostenlose Nutzung für meinen konkreten Zweck reicht, bevor ich Geld ausgebe.

Wer häufiger Räume plant, kann einen Kauf eher als Zeitersparnis betrachten. Trotzdem sollte die Entscheidung nicht allein davon abhängen, wie ansprechend eine einzelne Darstellung aussieht. Der Mehrwert entsteht erst, wenn mehrere Varianten wirklich bei einer Entscheidung helfen. Für reine Unterhaltung oder gelegentliches Sammeln von Bildern wäre eine kostenlose Inspirationsplattform möglicherweise ausreichend.

Die Altersfreigabe ab USK 0 sagt wenig über die fachliche Eignung für Bauprojekte aus. Sie beschreibt die Zugänglichkeit, nicht die Genauigkeit eines Entwurfs. Auch jüngere Nutzer können Ideen entwickeln, aber bei echten Renovierungsentscheidungen sollten Erwachsene die Umsetzbarkeit und die Kosten prüfen.

Für wen sich Designest besonders lohnt

Die besten Nutzer sind Entscheider am Anfang eines Projekts

Ich würde die App vor allem Menschen empfehlen, die eine klare Veränderung wünschen, aber noch keine Sprache dafür gefunden haben. Dazu gehören Eigentümer vor einer Renovierung, Paare mit unterschiedlichen Vorstellungen, Familien mit mehreren Nutzungen für einen Raum und Käufer, die einen Grundriss besser einschätzen möchten.

Auch Personen ohne Erfahrung mit Architekturprogrammen bekommen einen niedrigeren Einstieg. Man muss nicht zuerst komplexe Werkzeuge lernen, um eine Richtung zu formulieren. Das macht die Anwendung zugänglicher als klassische Planungssoftware. Ihr Wert wächst besonders dann, wenn die Alternative darin besteht, gar keine Visualisierung zu erstellen und nur nach Gefühl zu entscheiden.

Für Innenarchitekten oder erfahrene Planer kann sie als Ideensammlung interessant sein, sofern sie nicht als Ersatz für die eigentliche Facharbeit gedacht wird. Ein schneller Entwurf kann helfen, mit Kunden über Stil und Raumgefühl zu sprechen. Die technische Ausarbeitung bleibt aber außerhalb dessen, was ich von einer solchen App erwarten würde.

Wer besser eine andere Lösung wählt

Ich würde Designest nicht als erste Wahl empfehlen, wenn exakte Maße, präzise Möbelpositionen oder belastbare Bauunterlagen im Vordergrund stehen. Dann ist eine maßstabsorientierte Planungssoftware sinnvoller. Wer lediglich fertige Einrichtungsbilder sucht, könnte mit einer klassischen Inspirations-App schneller ans Ziel kommen. Und wer bereits einen professionellen Entwurf besitzt, braucht vielleicht keine zusätzliche KI-Idee, sondern eine verlässliche Prüfung durch Fachleute.

Auch bei sicherheitsrelevanten oder strukturellen Änderungen wäre ich zurückhaltend. Tragende Wände, Elektroinstallationen, Gas, Wasser und baurechtliche Fragen gehören nicht in die alleinige Verantwortung einer kreativen App. Hier kann ein Bild den Dialog vorbereiten, aber niemals die notwendige Prüfung ersetzen.

Mein Fazit nach dem praktischen Blick

Designest: AI Home Design ist für mich dann überzeugend, wenn ich eine Wohnidee sichtbar machen möchte, bevor ich mich auf eine konkrete Lösung festlege. Die KI-gestützte Verbindung aus Hausplanung, Grundrissideen und Renovierungsansätzen kann aus einem diffusen Wunsch einen brauchbaren Gesprächsstart machen. Besonders stark ist die App beim Vergleichen von Richtungen und beim Aufdecken der Fragen, die man sonst erst während der Renovierung stellen würde.

Ich würde sie kostenlos ausprobieren, mit einem klar abgegrenzten Raum beginnen und nicht sofort die erste schöne Variante übernehmen. Erst wenn mehrere Entwürfe ein echtes Problem lösen, würde ich über einen optionalen Kauf nachdenken. Wichtig bleibt, reale Maße, vorhandene Anschlüsse und fachliche Grenzen konsequent gegenzuprüfen.

Unterm Strich ist das keine vollständige Bauplanung und sollte auch nicht so behandelt werden. Als niedrigschwelliger Ideenpartner für Android-Nutzer ab Version 8.0 erfüllt die App aber einen nützlichen Zweck: Sie hilft mir, aus „Ich möchte etwas verändern“ eine konkretere, diskutierbare und besser prüfbare Vorstellung zu machen. Für genau diese frühe Phase einer Renovierung halte ich sie für eine sinnvolle Ergänzung zu Grundriss, Musterkarten und professioneller Beratung.

Highlights

  • Schnelle Raumideen dank KI und einfacher Bildanalyse
  • Viele Einrichtungsstile zum Ausprobieren und Vergleichen
  • Hilfreich als visuelle Inspiration vor Renovierungen
  • Intuitive Bedienung ohne besondere Designkenntnisse
  • Ergebnisse lassen sich bequem speichern und teilen

Einschränkungen

  • KI-Entwürfe können Möbel
  • Proportionen oder Farben ungenau darstellen
  • Für gute Ergebnisse sind helle und klare Raumfotos nötig
  • Kostenlose Nutzung kann durch Limits oder Werbung eingeschränkt sein
  • Wenige Anpassungsmöglichkeiten für exakte Maße und Grundrisse
  • Datenschutz der hochgeladenen Raumfotos sollte geprüft werden

Häufig gestellte Fragen

Was ist Designest: AI Home Design und wie funktioniert die App?

Designest: AI Home Design ist eine mobile Anwendung, die mithilfe künstlicher Intelligenz Ideen für die Gestaltung von Innenräumen erstellt. Nach dem Hochladen eines Fotos oder der Auswahl eines Raums können Nutzer verschiedene Einrichtungsstile, Farben und Möbelkonzepte ausprobieren. Die App analysiert das Bild und erzeugt daraus visuelle Designvorschläge, die als Inspiration für Renovierungen oder eine komplette Neugestaltung dienen.

Welche Räume und Einrichtungsstile kann ich mit Designest gestalten?

Die App eignet sich in der Regel für verschiedene Wohnbereiche wie Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Badezimmer, Arbeitszimmer oder Flur. Je nach verfügbaren Funktionen lassen sich unterschiedliche Stilrichtungen auswählen, darunter modern, minimalistisch, skandinavisch, klassisch, industriell oder luxuriös. Die Qualität der Ergebnisse hängt stark vom Ausgangsfoto, der Raumaufteilung und der gewählten Stilbeschreibung ab.

Benötige ich besondere Kenntnisse oder kann ich die App als Anfänger verwenden?

Für die Nutzung von Designest sind keine professionellen Kenntnisse in Innenarchitektur erforderlich. Die Bedienung ist grundsätzlich auf Nutzer ausgelegt, die schnell Ideen sammeln möchten. Ein geeignetes Foto hochzuladen und einen Stil auszuwählen, reicht meist für den ersten Entwurf aus. Wer bessere Ergebnisse erzielen möchte, sollte auf gute Beleuchtung, einen möglichst vollständigen Raumausschnitt und klare Vorstellungen beim gewünschten Design achten.

Ist Designest: AI Home Design kostenlos oder gibt es kostenpflichtige Funktionen?

Die App kann kostenlos heruntergeladen werden, allerdings sind bei KI-Design-Apps häufig bestimmte Funktionen, zusätzliche Entwürfe, höhere Bildqualität oder der vollständige Zugriff auf Stile nur über In-App-Käufe oder ein Abonnement verfügbar. Vor dem Start sollte man deshalb die Preisübersicht und die Bedingungen des jeweiligen Angebots prüfen. Besonders wichtig ist, auf automatische Verlängerungen von Abonnements zu achten.

Wie realistisch sind die Entwürfe und kann ich die gezeigten Möbel direkt kaufen?

Die von Designest erzeugten Bilder sind vor allem als visuelle Inspiration gedacht und sollten nicht als exakte Renovierungs- oder Einkaufsplanung verstanden werden. Proportionen, Farben und Möbelpositionen können von der tatsächlichen Raumsituation abweichen. Ob konkrete Produkte direkt über die App gekauft werden können, hängt von den integrierten Funktionen und regionalen Angeboten ab. Maße sollten vor jedem Kauf separat überprüft werden.

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Entwickler
Astronex
Veröffentlicht
15.05.2026

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